Bergengrueniana V

Zu Bergengrueniana V

Ein weniger bekannter Werner Bergengruen wird in dieser Ausgabe der Bergengrueniana beleuchtet: der journalistische Berichterstatter und der Publizist. Sabine Dumschat hat die Quellen aufgespürt, die in Archiven und Handschriftenabteilungen liegen und den jungen Berichterstatter für Pressedienste und die Baltischen Blätter zeigen, aber auch den bis ins Alter fleißig publizierende Essayisten und Feuilletonisten Bergengruen. Sie rundet ihre Recherchen mit einer Auswahlbibliographie ab. Streckenweise nahezu parallel zu lesen sind die Briefe Bergengruens an seine Frau und seine Eltern aus dem Jahr 1920, in denen sich der junge Schriftsteller auf der Suche nach einem Brotberuf auf schwankendem Boden bewegt, zwischen journalistischer „Zeilenschinderei“, bäuerlichen Siedlungsplänen und professioneller Philatelie balancierend. Bernhard Stalla liefert einen Reisebericht auf den Spuren des bereits etablierten Schriftstellers Bergengruen im heutigen Baltikum und Günter Herrmann eine heutige „Leseerfahrung“ von Bergengruens vor kurzem neu aufgelegtem Berlin-Roman Am Himmel wie auf Erden. Feste Bestandteile der Bergengrueniana sind inzwischen eine weitere Folge des ungekürzten Compendium Bergengruenianeum und die Dokumentation der jüngsten Verleihung des Werner-Bergengruen-Preises. Mit ihm wurde 2019 der Schriftsteller Ingo Schulze ausgezeichnet.